Anfang des Jahres wurde auf der CES 2009 der Nachfolger der SDHC-Karten vorgestellt. Laut der SD Association heißt der neue Standard SD eXtended Capacity. SDXC verspricht hohe Schreib- und Leseraten, vor allem aber mehr Speicherplatz. So sollen die neuen Karten bis zu 2 TByte fassen können.
Toshiba stellte jetzt das erste Produkt mit einer Kapazität von 64 GByte vor und versprach eine Schreibrate von 35 MByte und eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 60 MByte pro Sekunde. Derartig hohe Raten können momentan aber von herkömmlichen SD-Kartenlesern kaum ausgereizt werden, da sie den USB-2.0-Standard übersteigen; künftige Lese- und Schreibgeräte sollten daher mit USB-3.0- oder Firewire-Schnittstellen ausgerüstet sein.
Auch setzen die neuen SDXC-Karten auf Microsofts Dateisystem exFAT (Extended FAT File System). Der Nachteil hierbei: exFAT-Karten sind nicht kompatibel mit SDHC-oder SD-Kartenlesern und werden momentan nur von Windows Vista (SP1) und Windows 7 unterstützt.
Unter Windows XP müssen Benutzer die notwendigen Treiber über einen Patch manuell nachinstallieren. Ein exFAT-Treiber für MacOS X fehlt bislang, für Linux gibt es immerhin einen Kernelpatch.
Vorgesehen sind die neuen Speicherkarten vor allem für den Multimediabereich, zum Transfer von Video- und hochauflösenden Bilddateien wie z.B. in Digitalkameras. Neben den SDXC-Karten mit 64 GByte wird es außerdem neue SDHC-Karten mit Kapazitäten von jeweils 32 und 16 GByte geben.
Ab November 2009 sollen die ersten Karten des neuen Standards – vorerst allerdings nur in Musterstückzahlen – erhältlich sein, einen Monat später dann die ersten SDHC-Karten. Die Massenproduktion der drei neuen Kartentypen soll dann im Frühjahr des Jahres 2010 starten. Preise nennt Toshiba noch nicht. In rund einem Jahr wird man demnach mit ersten SDXC-Geräten auf dem Markt rechnen können.

