
Auch beim Surfen in W-Lan Netzwerken sollten sie immer achtsam sein.
Wenn Sie diesen Artikel lesen, sitzen Sie vielleicht gerade an Ihrem Schreibtisch zu Hause am PC oder Notebook, der bzw. das über unzählige Kabel mit den Peripheriegeräten wie Maus, Drucker, Netzwerk, Scanner oder externen Erweiterungen wie Festplatte, Brenner, Soundboxen oder Ihren mobilen Geräten wir Handy, Smartphone, PDA, Navi und dergleichen verbunden ist. Haben Sie die Computerkabel schon mal durchgezählt, wie viele das sind? Auf jeden Fall jede Menge Kabelgewirr, der schnell zur Stolperfalle bzw. zum Ärgernis werden kann, wenn Sie aus 10-20 Stück ein defektes aussortieren müssen. Oder die fehlerhafte Stromquelle Ihres Scanners aus den 20 angeschlossenen Netzteilen rekapitulieren sollen…
Aber hier hat die Industrie ja längst Abhilfe geschafft! Neben der drahtlosen Verbindung ins Internet über WLAN, dem mobilen Telefonieren über DECT und der Funkverbindungen für mobile Geräte über Bluetooth gibt es jetzt auch die kabellose Verbindung von USB-Geräten zu Notebook, Netbook und PC für zu Hause. Und den Sound Ihrer Stereoanlage, oder Neudeutsch “Multimedia-Anlage” genannt können Sie per Funk auch schon im ganzen Haus bis in den Garten übertragen. Und Ihr technisch gewiefter Nachbar hört bzw. surft mit.
Der letzte Satz hat Sie stutzig gemacht? Das glaube ich Ihnen gerne. Rein technisch ist es theoretisch möglich, jede nicht kabelgebundene Übertragung, vor allem bei großflächig gestreuten Datensignalen wie WLAN, DECT, Bluetooth und Sound, das Signal abzufangen. Im Internet kann hierzu leicht Anleitungen finden, auch hierbei hilft einem die Suchmaschine mit den 6 Buchstaben weiter…
Wer sein WLAN nicht nach aktuellstem Standard verschlüsselt, lädt die Nachbarn geradezu zum Mitsurfen ein, eventuell können anderen dann gleich auch Ihre privaten Dokumente, Bilder und Videos auf Ihrem Rechner sehen oder verändern. Auch der Standard DECT für mobile Haustelefone ist, im Gegensatz zu den seit 01.01.2009 verbotenen alten Standards CT1+ und CT2, recht offen für andere Mithörer. Recht einfach läßt sich mit einer DECT-Karte für Notebooks die Basisstation Ihrer Telefonanlage anvisieren und Ihre nächsten Telefonate ab dann mitschneiden. Ein weiteres Problem sind mögliche Interferenzen, sprich gegenseitige Störungen der einzelnen Funkstandards, so dass auch mal nix über den Äther geht…
Ich will jetzt keineswegs den “Teufel an die Wand malen”, aber man sollte bei allen Vorteilen der Funktechnik immer auf die sichere Übertragung achten und ab und zu aus Sicherheitsgründen vielleicht doch auf die guten alten Kabel als Verbindung von einem Gerät zum anderen setzen.

