Polaroid beantragt Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts. Schuld an dem zweiten Insolvenzverfahren innerhalb von sieben Jahren sei diesmal ein Betrugsverfahren des Besitzers Petters Group, der Investoren um über 2 Milliarden US-Dollar betrogen haben soll und im Oktober 2008 verhaftet worden war. Laut Angaben beim Insolvenzgericht in Minneapolis erhebt die Petters Group Forderungen in Höhe von 213,5 Millionen US-Dollar gegen Polaroid. Die Firma bestreitet deren Rechtmäßigkeit, macht aber keine genauen Angaben zur eigenen Finanzlage. “Obwohl wir einen der weltweit bekanntesten Markennamen besitzen, musste Polaroid in den letzten Jahren einen Rückgang des Nettoumsatzes bei zugleich steigenden operativen Ausgaben und Entwicklungskosten hinnehmen”, heißt es weiter in den beim Insolvenzgericht eingereichten Unterlagen. Polaroid setzt nun, nach dem Ausstieg aus dem analogen Fotogeschäft, auf Produkte wie seinen Sofortbild-Minidrucker PoGo, tragbare DVD-Player, digitale Bilderrahmen und Flachbildschirmfernseher.

