Obwohl der Anteil der Hochschulabsolventen zwischen 2000 und 2006 pro Altersjahrgang von 18 auf 21 Prozent gestiegen ist, fällt Deutschland im weltweiten Vergleich zurück. Dort kletterte der Anteil von 28 auf 37 Prozent, laut OECD-Bericht “Bildung auf einen Blick 2008″. Die Entwicklung der Bildungssysteme in den dreißig wichtigsten Industrienationen der Welt wird darin verglichen. Mit der eigenen Ausbildungsleistung und dem Trend der gesunkenen Studienneigung bei jungen Menschen in Deutschland könne der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften in Zukunft kaum gedeckt werden. Der Anteil der Studienabbrecher liegt mit 23 Prozent jedoch glücklicherweise unter dem OECD Schnitt von 31 Prozent. Auch setzt sich die OECD für ein Stipendiensystem ein, um mehr jungen Leuten aus einkommensschwächeren Elternhäusern die Chance des Studiums zu ermöglichen.

Ilse Aigner, bildungs- und forschungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sieht den OECD Bericht insgesamt jedoch positiv. Der Bericht belege “eindrucksvoll die Erfolge unserer Bildungspolitik” im Vergleich zum OECD-Durchschnitt. In Deutschland schließen derzeit 22 Prozent Ihr Studium mit ingenieurwissenschaftlichen Abschluss ab – das ist ein Topwert! Was schulische und berufliche Ausbildung betrifft, sorgt insbesondere das Berufsbildungssystem in Deutschland mit einer Arbeitslosigkeitsquote von nur 4,4 Prozent der 15-19 Jährigen für gute Aussichten bei Jugendlichen.

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