Archiv für Dezember 2009

Seit kurzem liegen die Spezifikation für das Wireless Home Digital Interface (WHDI) in der Version 1.0 vor. Damit soll künftig die drahtlose Übertragung von HD-Material in 1080p mit maximal 60Hz und in Deep Color über Distanzen von bis zu 30 Metern möglich sein. Die Hersteller versprechen hohe Bildqualität und eine stabile Übertragung der Signale sogar in mehrere Räume der eigenen Wohnung – selbst durch dicke Wände aus Beton.

WHDI

WHDI

Das WHDI-Logo dient den Nutzern als Erkennungsmerkmal für die Kompatibilität von Geräten unterschiedlicher Hersteller. WHDI soll dabei Übertagungsraten von bis zu 3 GBit/s über einen 40 MHz breiten Kanal im Bereich von 5 GHz erreichen. Die sogenannte Latenzzeit (Verzögerungszeit) ist mit weniger als einer Millisekunde angegeben. Auch die neue Kopierschutztechnik HDCP (Revision 2.0) soll von WHDI 1.0 unterstützt werden.

Offizielle Unterstützer des Standards sind bekannte Hersteller von Unterhaltungselektronik wie beispielsweise Hitachi, LG Electronics, Motorola, Samsung, Sharp und Sony.

Auch beim Surfen in W-Lan Netzwerken sollten sie immer achtsam sein.

Auch beim Surfen in W-Lan Netzwerken sollten sie immer achtsam sein.

Wenn Sie diesen Artikel lesen, sitzen Sie vielleicht gerade an Ihrem Schreibtisch zu Hause am PC oder Notebook, der bzw. das über unzählige Kabel mit den Peripheriegeräten wie Maus, Drucker, Netzwerk, Scanner oder externen Erweiterungen wie Festplatte, Brenner, Soundboxen oder Ihren mobilen Geräten wir Handy, Smartphone, PDA, Navi und dergleichen verbunden ist. Haben Sie die Computerkabel schon mal durchgezählt, wie viele das sind? Auf jeden Fall jede Menge Kabelgewirr, der schnell zur Stolperfalle bzw. zum Ärgernis werden kann, wenn Sie aus 10-20 Stück ein defektes aussortieren müssen. Oder die fehlerhafte Stromquelle Ihres Scanners aus den 20 angeschlossenen Netzteilen rekapitulieren sollen…

Aber hier hat die Industrie ja längst Abhilfe geschafft! Neben der drahtlosen Verbindung ins Internet über WLAN, dem mobilen Telefonieren über DECT und der Funkverbindungen für mobile Geräte über Bluetooth gibt es jetzt auch die kabellose Verbindung von USB-Geräten zu Notebook, Netbook und PC für zu Hause. Und den Sound Ihrer Stereoanlage, oder Neudeutsch “Multimedia-Anlage” genannt können Sie per Funk auch schon im ganzen Haus bis in den Garten übertragen. Und Ihr technisch gewiefter Nachbar hört bzw. surft mit.

Der letzte Satz hat Sie stutzig gemacht? Das glaube ich Ihnen gerne. Rein technisch ist es theoretisch möglich, jede nicht kabelgebundene Übertragung, vor allem bei großflächig gestreuten Datensignalen wie WLAN, DECT, Bluetooth und Sound, das Signal abzufangen. Im Internet kann hierzu leicht Anleitungen finden, auch hierbei hilft einem die Suchmaschine mit den 6 Buchstaben weiter…

Wer sein WLAN nicht nach aktuellstem Standard verschlüsselt, lädt die Nachbarn geradezu zum Mitsurfen ein, eventuell können anderen dann gleich auch Ihre privaten Dokumente, Bilder und Videos auf Ihrem Rechner sehen oder verändern. Auch der Standard DECT für mobile Haustelefone ist, im Gegensatz zu den seit 01.01.2009 verbotenen alten Standards CT1+ und CT2, recht offen für andere Mithörer. Recht einfach läßt sich mit einer DECT-Karte für Notebooks die Basisstation Ihrer Telefonanlage anvisieren und Ihre nächsten Telefonate ab dann mitschneiden. Ein weiteres Problem sind mögliche Interferenzen, sprich gegenseitige Störungen der einzelnen Funkstandards, so dass auch mal nix über den Äther geht…

Ich will jetzt keineswegs den “Teufel an die Wand malen”, aber man sollte bei allen Vorteilen der Funktechnik immer auf die sichere Übertragung achten und ab und zu aus Sicherheitsgründen vielleicht doch auf die guten alten Kabel als Verbindung von einem Gerät zum anderen setzen.

USB Geräte wie externe Festplatten lassen sich jetzt einfach ins heimische Netzwerk integrieren.

USB Geräte wie externe Festplatten lassen sich jetzt einfach ins heimische Netzwerk integrieren.

Die Firma Sharkoon bringt einen USB-LAN-Port mit einem oder vier USB-Ports auf den Markt.

Der Adapter soll es möglich machen USB-Geräte ohne eigenen Ethernet-Anschluß wie z.B. externe Festplatten, Drucker oder Speichersticks in ein Netzwerk zu integrieren. Damit die einzelnen Rechner des Netzwerks auf die USB-Geräte zugreifen können ist es nur nötig, eine Serversoftware sowie gegebenfalls die jeweiligen Gerätetreiber zu installieren.

Weiteres Zubehör finden Sie natürlich  in unserem Shop.

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