Artikel-Schlagworte: „Speicherkarte“
Bislang produzierte Samsung nur Speicherkarten für andere Firmen. Nun will das Unternehmen jedoch auch mit dem eigenen Logo versehene Speicherkarten auf den Markt bringen. Wie Chip Online meldet, soll das Sortiment SD-HC-, Micro-SD-HC- sowie CompactFlash-Karten umfassen. Auf dem Markt sollen die Speicherkarten unter den Bezeichnungen „Standard“ und „Plus“ erhältlich sein. Die CompactFlash- und Micro-SD-HC-Karten sollen über eine Speicherkapazität von 2 bis 8 GB, die SD-HC-Karten hingegen auch in Versionen mit einer speicherkapazität von 16 GByte erhältlich sein.
Während die „Standard“-Version der Class-4-Spezifikation entspricht und die geringste Durchsatzrate beim Lesen und Schreiben von Daten 4 MByte pro Sekunde beträgt, sind die „Pro“-Karten schneller: Sie erfüllen den Class-6-Standard und eignen sich besonders für den Einsatz in HD-Camcordern. Die CompactFlash-Karten erfüllen den 233-Standard. Stoßfest und resistent gegen Wasser
Alle neuen, von Samsung angebotenen Karten besitzen eine Gemeinsamkeit: Sie sind nicht nur stoß- und wasserfest, sondern sollen auch resistent gegen starke Magnetfelder sein.
Verfügbarkeit
Die „Plus“-Karten sind ab sofort im Handel erhältlich, wobei die SD-Karten zu Preisen von 15 bis 70 Euro und die CompactFlash-Karten für 65 bis 110 Euro zu haben sind.
Anfang des Jahres wurde auf der CES 2009 der Nachfolger der SDHC-Karten vorgestellt. Laut der SD Association heißt der neue Standard SD eXtended Capacity. SDXC verspricht hohe Schreib- und Leseraten, vor allem aber mehr Speicherplatz. So sollen die neuen Karten bis zu 2 TByte fassen können.
Toshiba stellte jetzt das erste Produkt mit einer Kapazität von 64 GByte vor und versprach eine Schreibrate von 35 MByte und eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 60 MByte pro Sekunde. Derartig hohe Raten können momentan aber von herkömmlichen SD-Kartenlesern kaum ausgereizt werden, da sie den USB-2.0-Standard übersteigen; künftige Lese- und Schreibgeräte sollten daher mit USB-3.0- oder Firewire-Schnittstellen ausgerüstet sein.
Auch setzen die neuen SDXC-Karten auf Microsofts Dateisystem exFAT (Extended FAT File System). Der Nachteil hierbei: exFAT-Karten sind nicht kompatibel mit SDHC-oder SD-Kartenlesern und werden momentan nur von Windows Vista (SP1) und Windows 7 unterstützt.
Unter Windows XP müssen Benutzer die notwendigen Treiber über einen Patch manuell nachinstallieren. Ein exFAT-Treiber für MacOS X fehlt bislang, für Linux gibt es immerhin einen Kernelpatch.
Vorgesehen sind die neuen Speicherkarten vor allem für den Multimediabereich, zum Transfer von Video- und hochauflösenden Bilddateien wie z.B. in Digitalkameras. Neben den SDXC-Karten mit 64 GByte wird es außerdem neue SDHC-Karten mit Kapazitäten von jeweils 32 und 16 GByte geben.
Ab November 2009 sollen die ersten Karten des neuen Standards – vorerst allerdings nur in Musterstückzahlen – erhältlich sein, einen Monat später dann die ersten SDHC-Karten. Die Massenproduktion der drei neuen Kartentypen soll dann im Frühjahr des Jahres 2010 starten. Preise nennt Toshiba noch nicht. In rund einem Jahr wird man demnach mit ersten SDXC-Geräten auf dem Markt rechnen können.


