Artikel-Schlagworte: „Videoüberwachung“
Nach häufigen, oft gewalttätigen Übergriffen im gesamten Münchner Bahnverkehr, hat sich Bayerns Verkehrsministerin, Emilia Müller, zu einer Videoüberwachung in sämtlichen Zügen Münchens entschieden. Nach ca. zwölf Monaten Abwägen und Überlegen ist es nun soweit: Der erstmalige Einsatz der Videoüberwachung ist ab Mitte Juli vorgesehen und somit wird die Arbeit von Polizei und Bahnpersonal erleichtert. Außerdem soll anhand der Videoüberwachung für ein sichereres Befördern der Fahrgäste, sowie eine Reduzierung der Vandalismus-Vorkommnisse, gesorgt werden.
Nachdem es Anfang des Jahres zu mehrfachen Übergriffen auf Münchner U-Bahn Passagiere kam, die nicht selten Verletzungen der Fahrgäste nach sich zogen, werden nun 105 der fast 240 Nahverkehrsmitteln mit offizieller Videoüberwachung unterwegs sein. In höchstens drei Jahren soll das Projekt abgeschlossen sein, sämtliche Waggons des MVG sollen anhand von installierten Kameras wieder sichereres Benutzen des öffentlichen Nahverkehrs ermöglichen. Bereits 2006 hatte es, aufgrund gehäufter Sachbeschädigungen der Züge Überlegungen bezüglich einer Videoüberwachung gegeben, “die Investitionskosten würden sich auf ca. 4,5 Millionen Euro belaufen” so ein damaliges Gutachterteam. Im Vergleich zu den jährlich verursachten Schäden von über 5 Millionen Euro ein Schnäppchen! Nach Vorreiter München hat nun auch die Hansestadt Hamburg nachgezogen und begonnen sein Verkehrsnetz mit über 3000 Kameras auszustatten. Bis Ende des Jahres soll auch dort eine vollständige Videoüberwachung der Bahnhöfe und des Nahverkehrs gewährleistet sein.

